mdr Thüringen berichtet:

Auf dem Flughafen Erfurt-Weimar sind am Mittwochabend elf unheilbar kranke ukrainische Waisenkinder gelandet. Vier Ambulanzflugzeuge brachten sie nach Thüringen. Von dort aus wurden sieben Kinder in Krankenwagen nach Gotha gefahren, vier nach Chemnitz.

Vier Ambulanzflugzeuge haben am Mittwoch kranke ukrainische Waisenkinder nach Erfurt gebracht. Elf Kinder seien am Abend auf dem Flughafen Erfurt-Weimar gelandet, teilte Sabine Kraft, Sprecherin des Bundesverbandes Kinderhospiz, mit. Von dort aus wurden sieben Kinder mit Krankenwagen nach Gotha gefahren. Vier Kinder kamen nach Chemnitz in Sachsen, wo sie in einer Kinderintensivpflege untergebracht werden. Gegen 4 Uhr sei die Hilfsaktion abgeschlossen gewesen, sagte Sabine Kraft.

Kinder waren vollkommmen unterversorgt

Die Kinder kommen aus der Region Dnipro, die immer wieder bombardiert wird. Die Mädchen und Jungen seien aufgrund der Situation dort völlig unterversorgt. Die Vier- bis 16-Jährigen seien größtenteils bettlägerig und könnten nicht sitzen.

Mit einem Spezialzug zur polnischen Grenze gebracht

Die Kinder wurden nach Angaben des Verbandes von ukrainischen Soldaten mit einem Spezialzug an die polnische Grenze gebracht, dann von einer Organisation in Rettungswagen zu einem Flughafen in Polen gefahren und von dort ausgeflogen. Über die gemeinnützigen Organisationen konnte Kontakt zur Luftbrücke der deutschen Flugambulanz hergestellt werden. Finanziert wird die Hilfsaktion durch Spenden und das Bundesgesundheitsministerium. Seit Mitte September dieses Jahres ist der Bundesverband Kinderhospiz vom Bundesgesundheitsministerium damit beauftragt, die Evakuierung von Kindern und Jugendlichen, die palliativ versorgt werden müssen, zu koordinieren. Das Projekt ist zunächst bis zum 31. Dezember 2023 befristet. Nach Angaben der Staatskanzlei in Dresden sind Sachsen und Thüringen die ersten Bundesländer, die ukrainische Kinder, die palliativ gepflegt werden, aufnehmen und auch die Kosten dafür tragen. Die Aufnahme der Kinder gehe auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Botschaft in der Ukraine an den Bund zurück.

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